Broad Peak
Wer schon einmal einen hohen Berg bestiegen hat, weiß um die betäubende Schwere, die in dünner Luft auf Körper und Geist lastet. Die Bewegung wird entschleunigt, und jede Wendung sollte gut bedacht sein. Halma haben ihr neues Album nach einer mächtigen Erhebung im Nepal benannt – ihre Musik verteilt ihre Kräfte so ökonomisch, dass sie fast ohne Licht und Sauerstoff auskommen könnte. In aller Ruhe und wie von selbst entfalten sich Halmas dichte Soundlandschaften. Das Hamburger Quartett bedient sich dabei überschaubarer Mittel: Gebrochene Dreiklänge der Bariton-Gitarre geben die Richtung vor, getragen von einer dezenten, aber massiven Rhythmusgruppe, überragt durch wechselhafte Launen der E-Gitarre. Halmas gelassene Linien greifen wie ein altes, zuverlässiges Uhrwerk ineinander. Ordnung und Behutsamkeit herrschen bis in die Geräuschspuren hinein. Halma nehmen uns an die Hand und führen uns entlang geheimer Wegmarken, ohne viele Worte und Erklärungen, aber schlafwandlerisch sicher. Sie zeigen uns die Schnittstel
