Chris (t) mas
Die CD bewegt sich im Spannungsfeld zwischen klassischem Kirchenchoral und ursprünglichem Blues. Sie überzeugt durch schlichte Schönheit aufgrund sparsamer Instrumentierung, aber auch durch aufwendige Arrangements mit Streichern und kompletter Bandbesetzung. Chris Kramer spielt nicht nur virtuos, sondern auch mit einem emotionalen Tiefgang der seinesgleichen sucht. Wohltuend, aber nicht kitschig. Weder albern noch provokant oder provozierend interpretiert, sondern ernsthaft und mit viel Gefühl aber auch augenzwinkernd spielfreudig raffiniert. Der Weihnachtsklassiker „Stille Nacht“ läutet die CD ein und beendet sie zugleich. Im ersten Titel der CD durch eine Instrumental-Version im klassischen Stil mit Gänsehaut-Bluesinterpretationen und im letzten Titel in großer Besetzung und fünf Sprachen, in einem mitreißenden Gospelblues. Das Weihnachts-Schlaflied „Still, still, still“ wird zur entspannten Jazzballade, bei der man sich wünscht selbst wieder Kind zu sein. „The First Noel“ wird zur Hymne. „Oh Du Fröhliche“ zum Blues-Shuffle. „Oh Tannenbaum“ zum Boggie Woogie. Bei "Hallelujah" von Leonard Cohen kommt die angenehm warme Stimme von Chris Kramer voll zur Geltung und verbreitet angenehme Rotweinstimmung. "Es kommt ein Schiff geladen“ - ein Choral der Adventszeit, kommt schwer in Moll daher. Die Streicher, die zunächst angedacht waren den klassischen Teil zu betonen, shufflen munter weiter, nachdem die legendäre Hammond B3 Orgel und die Band den Groove wechseln. Einfach herrlich schön und vor allem schön anders. „Irgendwo auf der Welt gibt‘s ein kleines bisschen Glück“ kommt als Bonus Track ganz zart nur mit Banjo, Mundharmonika und Gesang noch dazu und rundet diese wunderbar andere Weihnachts-CD ab. Chris Kramer: „Ich wollte einfach die Weihnachts-CD einspielen, nach der ich mich selbst immer gesehnt habe und so ist CHRIS(T)MAS entstanden!“
